Review: The Advent – New Beginnings

The Advent - New Beginnings

The Advent – New Beginnings

3sterne

Leider nicht alles gut.

Underground aus London. 12 Techno-Tracks, meist mit monotonem powernden Beat, teils mit blubbernden Arpeggios und fiependen Tönen durchsetzt, dann wieder mit düsteren, flächigen Sounds. Leider wirkt das ganze manchmal zu monoton und langweilig, oder auch auf Dauer etwas nervig. Ein paar Stücke driften auch in Richtung Elektro ab, was auch nicht besonders gefallen kann. Richtig gut nur „Armageden”, „Runners”, „Insight” und vor allem der Mega-Power-Track und absolute Favorit „Standers”. Das ist allerdings für ein Album zu wenig. Daher insgesamt nur 3 Punkte und nur für Freaks zu empfehlen.

High Pete, 21.09.2000

Die Top-3-Interpreten – Buchstabe B

Beim Buchstaben B wird es schon ganz, ganz schwer. Es gibt da eine ganze Menge an ordentlich Bands und Projekten. Aber nicht viele, die wirklich aus der Masse herausstechen. Der einzige ist David Bowie, der damit auch klar an Platz 1 kommt.Letztlich ist dies die Wahl:
David Bowie
Blur
C.J. Bolland


David Bowie

David Bowie

Zu David Bowie braucht man wohl nicht viel zu sagen. Jeder dürfte schon einmal mit seinen Songs in Kontakt gekommen sein. David Robert Jones war von Ende der 60er bis Mitte der 90er Jahre extrem erfolgreich. Ende der 90er fing er dann an etwas zu experimentieren, was nicht jedem gefiel. Mir haben auch seine Drum’n’Bass-Stücke gefallen. Aber letztlich bleiben die zahlreichen Superhits der 70er/80er im Gedächtnis haften: „Let’s Dance“, „Space Oddity“, „Ashes To Ashes“, „Heroes“, „China Girl“, „Ziggy Stardust“, „Under Pressure“ (mit Queen), „This Is Not America“, „Dancing In The Street“, „China Girl“, „Absolute Beginners“, usw. …
Album-Tipps: mit einer der diversen Best Of/Greatest Hits-Collections hat man schon ne Menge am Start. Je nach Geschmack kann man dann in die verchiedenen Jahrzehnte tiefer eintauchen.


Blur

Blur

Eine der Bands des Britpop und Alternative Rock, die es geschafft haben über lange Zeit nicht nur zu existieren, sondern auch immer wieder tolle Stücke zu produzieren – das ist Blur. Erwähnenswert auch noch das Side-Project des Sängers Damon Albarn, die virtuelle Band Gorillaz, die ebenfalls tolle Produktionen aufweisen kann. Anfangs kannte ich nur ihren doch recht nervigen, geleierten Megahit „Girls & Boys“, lernte aber deren Produktionen im Laufe der Zeit kennen und lieben. „Parklife“, „Bettlebum“, „Coffee & TV“, das durch das tolle Musikvideo Aufmerksamkeit erlangte, „There’s No Other Way“, „Stereotypes“, „Country House“ oder „Charmless Man“ sind alles richtig gute Stücke. Ein Lied kennt wahrscheinlich jeder. Der Superhit „Song 2“ ist schon lange eine Stadion-Hymne.
Album-Tipps: zunächst einmal sollte man vielleicht mit der The Best Of anfangen. Dann auf jeden Fall 13, Blur und The Great Escape – und wenn man dann Gefallen gefunden hat immer weiter eintauchen. Sie haben in den letzten 25 Jahren so einiges produziert.


C. J. Bolland

C. J. Bolland

Auf Platz 3 kommt schließlich der einzige Techno-Act in dieser Top-3-Liste: Christian Jay Bolland, der Engländer aus Belgien ist ein Techno-Man der ersten Stunde. Bereits Ende der 1980er und Anfang der 1990er veröffentlichte er erste Klassiker wie z.B. „Beat Time“, „Horsepower“ oder „Camargue“ auch unter Nebenprojekten wie Sonic Solution oder The Project. Meine Favoriten stammen aus den Jahren 1994-1997 mit Techno-Stücken wie „The Power Of Naphtali“, „The Analogue Theatre“, „There Can Be Only One“, „Pesticide“ oder „Counterpoint„. Einer der besten Techno-Tracks aller Zeiten ist für mich das düstere und treibende „The Prophet„. Vielfältigkeit beweist er mit seinem Stück im Prodigy-Stil „Electro Power“ oder seinem wohl erfolgreichsten Song „Sugar Is Sweeter“, das eher im Trip-Hop anzusiedeln ist. Letzteres später auch sehr erfolgreich im Remix von Armand van Helden. Außerdem war und ist C.J. Bolland als Remixer und DJ aktiv.
Album-Tipps: The 4th Sign, Electronic Highway, The Analogue Theatre & DJ Kicks: CJ Bolland.


Dicht dahinter nur um Nuancen zurück finden sich Interpreten wie
der Breakbeat/House-Act Baby D. aus England,
die englischen HipHouse/Acid House-Pioniere The Beatmasters,
die Synth-Pop-Gruppe The Beloved, ebenfalls aus England,
der New Yorker Techno-Pionier Joey Beltram,
der Hardcore-Techno-Act Bizarre Inc., später eher im House-Bereich unterwegs
Pixies-Frontmann Frank Black,
die deutschen Trance-Größen Blank & Jones,
der amerikanische Trance-Guru Brian Transeau aka BT
oder Soul-Legende James Brown.

Weitere interessante Künstler sind z.B.: Badesalz, Bad Religion, The Bass Bumpers, Bassface Sascha, BBE (werden später noch ausführlich behandelt), Björk, Blackstreet, The Bloodhound Gang, Blumfeld, Phillip Boa, Bodycount, Edie Brickell und Brooklyn Bounce.

Meine CD-Sammlung beinhaltet zum Buchstaben B derzeit etwa 450 CDs, davon am meisten von den Backstreet Boys (oops!) (16 Stück), gefolgt von Björk (14), BBE (11), Blank & Jones und Blümchen (jeweils 10), Basement Jaxx (9) sowie David Bowie, Bizarre Inc., B.G. The Prince Of Rap und Baby D. (je 8). Man sieht: Masse ist nicht immer gleich Klasse. Wobei diese Interpreten alle ihre Berechtigung haben. Ja, sogar Blümchen.